Das Projekt

Städte, die man essen kann?
Immer mehr Städte sind auf dem Weg, ihre Grünanlagen in essbare Landschaften zu verwandeln. Auf einmal wachsen Mangold, Zwiebeln, Kartoffeln, Rüben, Kürbisse oder Sonnenblumen mitten in der Stadt.
In Deutschland sind die Städte Kassel, Andernach, Freiburg, Berlin oder München beispielhaft. In Garmisch-Partenkirchen haben sich 2016 viele Gartenfreunde zusammengefunden, um auf dem Sonnenacker in der Riffelstraße mit großer Freude eine bunte Vielfalt von leckeren Kräutern und Gemüse zu pflanzen und zu ernten. Wegen der guten Erfahrungen und der großen Nachfrage wurde der Sonnenacker seit Mai 2017 um mehrere Gemeinschaftsgärten erweitert, die auf verschiedenen Gemeindeflächen enstanden. Der Reichtum der Natur darf sich hier zwanglos entfalten und die Artenvielfalt bietet den notwendigen Lebensraum für Bienen und Insekten. Viele Nutzpflanzen überzeugen aber auch durch ihre Schönheit, wie zum Beispiel Mangold, Artischocken, Kartoffeln oder Grünkohl.

Eine andere Welt ist pflanzbar
Die urbanen Gärten sind darüber hinaus interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätten, die das Zusammenleben bereichern und ein neues „Wir“ entstehen lassen. Gärten in der Stadt bedeuten einen sozialen, ökologischen und nachhaltigen Mehrwert für die Bürger. Begegnungen sowie ein neues Gefühl von Gemeinschaft werden gefördert, indem man sich mit Rat und Tat zur Seite steht. Stadtteile gewinnen an Lebensqualität und verschiedene Bevölkerungsschichten und Generationen erhalten die Chance, sich mit ihren Kenntnissen einzubringen. Dabei können neue Formen von Lebenskunst und Genuss enstehen und die Bürgerinnen und Bürger erleben eine verstärkte Identifikation mit ihrer Stadt. Ebenso wird landwirtschaftliches Wissen wieder geschätzt und geteilt, und das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder, d.h. regionaler und biologischer Lebensmittel kann sich entwickeln.
Urbanes Gemeinschaftsgärtnern stellt somit ein wichtiges Handlungsfeld dar, um Beiträge für eine ökologisch und sozial verträgliche Ökonomie und Gesellschaft zu leisten. Zudem erhöht ein essbares Garmisch-Partenkirchen die Attraktivität und das Ansehen der Gemeinde im Fremdenverkehr.

Das Gemeinschaftsgarten-Projekt Essbares Garmisch-Partenkirchen veranstaltet regelmäßige Workshops, Arbeitstreffen und Picknicks, in denen alle GärtnerInnen zusammenkommen und gemeinsam pflanzen und ernten, selbstgemachte Leckereien genießen und kreative Rezepte austauschen. Einmal jährlich feiern wir bei unserem „Gemüse-sei-Dank“-Fest das Entstandene und lassen so das Gartenjahr ausklingen.

Am 24. Februar 2018 nahmen wir unter dem Titel „Nachhaltig leben -urbanes Gärtnern mitten in GaPa?“ zudem am Klimafrühling Oberland teil. Neben einem Insektenhotel-Bauworkshop und einem „Koch“Workshop für Rohkosttorten erfreut sich auch die Samen-Tauschbörse großer Beliebtheit.

Ziele des Projekts

  • Raum für interkulturellen, generationsübergreifenden Austausch
  • Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders
  • Nachhaltige Stadtgestaltung
  • Erhöhung des Mehrwerts und der Attraktivität der Gemeinde
  • Nutzung von Gemeindefreiräumen
  • Förderung von gesunder Ernährung
  • Sensibilisierung für Nachhaltigkeit und Ökologie in der Bevölkerung, einschließlich Kindern und Jugendlichen
  • Förderung der Artenvielfalt und Schaffung eines besseren Klimas vor Ort
  • Regionaler und rein ökologischer Anbau (keine Verwendung von Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden und gentechnisch veränderten Saatguts; nur natürliche Düngemittel und Bio-Saatgut)
  • Minimaler Ressourcenverbrauch (Energie, Frischwasser, Rohstoffe, Material etc.)
  • CO2-Vermeidung durch überwiegende Anfahrt mit dem Fahrrad

Organisation des Projekts

Träger des Projekts ist die Solidargemeinschaft WERDENFELSER LAND (Nähere Infos finden Sie hier).

Das Projekt wird durch ein Organisationsteam betreut, dass als Ansprechpartner für Innen und Außen fungiert. Maßgeblich für das OrganisationsTEAM ist, dass sämtliche Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen werden. Somit gibt es auch keine Projektleitung.
Zu den Hauptaufgaben des Orga-Teams gehören:

  • Das Projekt nach seinen Möglichkeiten und Ressorucen weiterentwickeln
  • Ideen aufnehmen und Anstöße geben
  • Neue Interessenten gewinnen
  • Veranstaltungen und Treffen organisieren
  • Mitglieder informieren über Aktuelles und Veranstaltungen (Newsletter, Plakate)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Rundfunk, Facebook)
  • Kooperationen und Netzwerk aufbauen bzw. ausbauen
  • Kommunikation mit der Gemeinde
  • Fördermittel beantragen

Suchen Sie einen spezifischen Ansprechpartner für Ihr Anliegen, klicken Sie bitte hier.

 

Wir freuen uns stets über neue MitgärtnerInnen!

Anfragen bitte an: team@essbares-garmisch-partenkirchen.de.
Oder schau einfach bei unserer nächsten Veranstaltung vorbei. 😉